Es fing so schön an, doch dann wurde es zu einem absoluten Albtraum! Wieso The Gift von und mit Joel Edgerton zu meinen Top 100 zählt, sage ich euch hier.

Inhaltsangabe:

Simon (Jason Bateman) und Robyn (Rebecca Hall) sind ein verheiratetes Paar wie aus dem Bilderbuch, das erst kürzlich in ein beschauliches neues Haus in einem Vorort von Los Angeles gezogen ist. Bei einem Einkauf laufen sie eines Tages Simons altem Schulkameraden Gordo (Joel Edgerton) über den Weg. Was anfangs noch nach einem nostalgischen Auffrischen alter Beziehungen aussieht, nimmt schon bald beängstigendere Züge an. Nach einem gemeinsamen Essen wird Gordo zunehmend aufdringlicher und schaut immer häufiger unangekündigt bei Simon und Robyn vorbei. Als die beiden daher versuchen wieder etwas mehr Abstand zu gewinnen, machen sie damit alles nur noch schlimmer. Dabei offenbart sich nach und nach, dass Simon Robyn ein düsteres Geheimnis aus seiner Vergangenheit bislang verschwiegen hat und, dass er und Gordo früher alles andere als gute Freunde gewesen sind…

Meine Meinung:

Ihr habt sicher nicht wirklich viel von diesem kleinen Genre Meisterwerk gehört. Doch das sollte sich besser ganz schnell ändern. Joel Edgerton hat mit seinem Regiedebut ein nervenzerfetzenden Psycho-Thriller erschaffen, der vor allem von seinen absolut großartigen Charakteren lebt. Die Geschichte von The Gift ist nicht wirklich neu. Simon (Jason Bateman) und Robyn (Rebecca Hall) ziehen in ein neues Haus, erwarten ein Baby und plötzlich steht ein vermeintlicher Ex-Mitschüler vor der Tür.

Dieser stellt dann das ganze Leben des Paares auf den Kopf. Die Story ist eigentlich recht alt, wurde schon oft verfilmt, aber Edgerton macht aus dieser recht einfachen Story ein irre spannenden Thriller, der einen von der ersten bis zur letzten Minute packt. Die Idee, wie alles ineinander verwoben wird, ist großartig und lässt den Zuschauer verdutzt zurück. Es ist für den Zuschauer nie wirklich vorhersehbar, was als nächsten passieren wird. Wir sind dem Film also komplett hilflos ausgeliefert. Und genau so sollte ein guter Thriller sein. Unvorhersehbar, kompromisslos und spannend bis ins Unerträgliche. Genau diese Sachen bietet der Film vom Anfang bis zum Ende.

Jetzt kommen wir erst einmal zu den wichtigsten Punkten des Filmes und zwar die Schauspieler. Ohne diesen großartigen Cast wäre The Gift sicher nicht der höllisch spannende Thriller geworden, der er ist. Als Hauptdarsteller haben wir Jason Bateman. Ihn kennen wir eher aus Komödien wie Kill the Boss, Hancock oder Voll Abgezockt. Aber auch in ernsteren Filmen war er mit dabei, beispielsweise Disconnect, Operation: Kingdom oder Smokin Aces. Bateman legt in The Gift aber die beste Leistung seiner Karriere hin. Es ist unfassbar, wie er seine Rolle spielt. Erst ein ganz normaler Ehemann und dann ein aufgelöster Mann, der alles dafür tun würde, diesen Ex-Mitschüler aus seinem Leben zu verbannen. Die Gradwanderung seines Charakters ist wirklich hervorragend.

Als Ehefrau Robyn haben wir Rebecca Hall mit im Cast. Sie spielt die hochschwangere Ehefrau, die sich nichts sehnlicheres wünscht als ein ruhiges Leben, mit ihrem Ehemann und ihrem bald kommenden Kind. Doch so wird es nicht kommen. Auch ihre Rolle gefällt mir ausgesprochen gut. Sie ist das Zünglein an der Wange und sorgt dafür, dass die ganze Geschichte explodiert. Auch sie spielt ihre Rolle super aus und entwickelt sie bis zum Finale des Filmes weiter. Doch was mir fehlt, ist ein bisschen Background Story. Davon kriegen wir leider viel zu wenig. Dennoch ist ihre Rolle ausgewogen genug; sie entwickelt sich weiter und sorgt für den Vorlauf der Geschichte.

Als Ex-Mitschüler von Simon (Jason Bateman) sehen wir Joel Edgerton. Er übernahm auch die Regie zu diesem Thriller und schrieb zusätzlich noch das Drehbuch. Seine Rolle ist für mich definitiv die Beste im gesamten Cast. Erst spielt er einen netten, freundlichen Kumpel, der sich aber immer weiter entwickelt, zu einem kranken Psychopathen. Seine Rolle löst in uns, ab ca. der Hälfte des Filmes, einen unfassbaren Hass aus, dass wir ihn einfach Tod sehen wollen. Und das Ende des Filmes macht die ganze Situation nicht besser, ganz im Gegenteil ich habe selten ein so hartes und böses Ende gesehen. Ich persönlich hätte Edgerton für diese Rolle zumindest für einen Golden Globe, wenn nicht sogar für einen Oscar nominiert. Was er hier hinlegt ist einfach meisterlich.

Am Ende bleibt mir nicht mehr zu sagen, als, dass The Gift ein bravourös geschriebener und gespielter Psycho Thriller ist, der die Spannungsschraube bis ins unermessliche hoch kurbelt. Für alle Fans des Genres ein absoluter Pflichtfilm!

Fazit:

Alfred Hitchcock würde Standing Ovations geben! Schon jetzt ein moderner Klassiker

Rouven: –
Mark: –
Jasmin: –
Andrew: –
Moritz: 75/100

Metascore: 77/100

The Gift

9,99
The Gift
8.6

Story

9/10

    Schauspiel

    10/10

      Kamera

      8/10

        Inszenierung

        9/10

          Sound

          8/10

            Pros

            • Traumhafter Cast
            • Spitz zulaufende Spannungskurve
            • Hartes Finale
            • Toll geschriebene Dialoge
            • Nie langatmig

            Cons

            • Kamera zu gewöhnlich

            geschrieben am: 3. April, 2017 um 8:00 pm | zuletzt aktualisiert am 8. Mai 2017 um 1:56 pm

            Autor:

            Johnny

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