Film des Tages #7: Sing

Das Konzept von Sing mutet im ersten Moment an, wie eine animierte Ausgabe von „Deutschland sucht den Superstar“ mit schrägen Tieren statt schrägen Sängern, entpuppt sich stattdessen aber als herzzerreißendes Außenseiter-Musical, bei dessen finaler Bühnenshow das Publikum gar nicht anders kann, als 30 Minuten am Stück glücklich durchzugrinsen.

INHALTSANGABE

Koala Buster Moon (Stimme im Original: Matthew McConaughey/dt. Stimme: Daniel Hartwich) leitet ein Theater, um das es nicht sonderlich gut bestellt ist. Als er merkt, dass er ohne Anstrengungen nicht aus den roten Zahlen kommt, ruft Buster kurzerhand zu einem Gesangswettbewerb auf. Gemeinsam mit seinem treuen Freund, dem Schaf Eddie (John C. Reilly/Olli Schulz), das am liebsten an der Konsole zockt und am Pool rumhängt, lädt er zum Vorsingen. Unter den Teilnehmern des Wettbewerbs sind der rappende Jung-Gorilla Johnny (Taron Egerton/Patrick Baehr), die alleinerziehende Schweine-Mama Rosita (Reese Witherspoon/Alexandra Maria Lara), die betrügerische Jazz-Maus Mike (Seth MacFarlane/Klaas Heufer-Umlauf), die unter Lampenfieber leidende Elefanten-Teenagerin Meena (Tori Kelly/Maximiliane Häcke) und Stachelschwein-Weibchen Ash (Scarlett Johansson/Stefanie Kloß), das seinen arroganten Freund loswerden und nun auf Solopfaden wandeln will. Jedes der stimmgewaltigen Tiere träumt von der großen Karriere…

KRITIK

Im Film geht es um die herzzerreißende Geschichte, wie der Koala versucht, sein Theater seinem Vater zu liebe zu retten – es ihm jedoch, mit allen Mitteln, nicht gelingen will. Doch mit dem Gesangswettbewerb erschafft er eine komplett neue Theater-Familie. Doch diese Familie bringt eigene persönliche Probleme mit. Da ist zum Beispiel Johnny, der eigentlich eine Karriere als Gangster, wie sein Vater schon, anstreben soll. Er pendelt nun zwischen den Theaterproben und den Überfällen mit seinem Vater hin und her. Das schwierige dabei: Beides darf voneinander nichts wissen. Das geht so lange gut, bis Johnny seinen Vater in Schwierigkeiten, und so auch ins Gefängnis, bringt. Schweine-Mama Rosita möchte hingegen endlich wieder beachtet und nicht nur als Mutter gesehen werden. Mike die Maus will bloß in der Welt der Großen punkten, und vor allem bei einer ganz besonderen Maus. Meena hat riesen großes Lampenfieber, was ihr zum Verhängnis wird. Und dann haben wir noch Ash, die mit ihrem Freund als Duo auftritt, jedoch nur als Solokünstlerin aufgenommen wird. Schon während der Proben trifft sich Ashs Freund mit einer Anderen, woraufhin Ash total ausflippt.

Die ganzen Probleme der Darsteller werden genau beleuchtet, auch, wie sie sich nach und nach lösen. In aller erster Linie scheint die Story recht einfach, doch trotzdem gibt es eine Wendung im Film, die die Darsteller auf den Boden der Tatsachen zurück holt. Buster, der Koala, sinkt am tiefsten. Doch seine Theater-Familie bringt ihn wieder auf die Beine und liefert eine super Show ab.

Die Synchronisation ist durchaus gelungen, sowie die Kameraführung und die Details im Hintergrund des animierten Filmes. Alles passt sehr schön zusammen. Der Story lässt sich auch sehr gut folgen, sodass man als Zuschauer nicht das Gefühl bekommt, man würde die Darsteller aus den Augen verlieren. 

Auch die Soundtracks sind sehr schön gemacht, die benutzten Songs sind dem Zuschauer in den meisten Fällen auch bekannt und zum Mitsingen geeignet.

FAZIT

Alles in allem handelt es sich bei Sing um einen wunderschönen und herzzerreißenden Film, mit viel Touch und Einfühlungsvermögen. Ein Film, der nicht nur für Kinder geeignet ist, sondern sich auch sehr gut an einem Pärchenabend macht. Also durchaus zu empfehlen. Und wer ihn noch nicht gesehen hat, wird es endlich Zeit.

(Cover zum Downloaden im anderen Tab öffnen)

Sing

Sing
8

Story

7.0/10

Schauspiel

8.0/10

Kamera

8.0/10

Inszenierung

8.0/10

Sound

9.0/10

geschrieben am: 19. November, 2017 um 6:00 pm

Autor:

Jasmin Henniger

Jasmin Henniger